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Ein Jahresbericht muss keine Designpreise gewinnen, um von hohem Imagewert zu sein

Alle Jahre wieder: Jahresabschluss, Projektberichte, Nachhaltigkeitsbericht, Social Reporting – das sogenannte Berichtswesen wird immer breiter und der Anspruch des Lesers immer größer. Diejenigen, die nicht per Gesetz zum Geschäftsbericht verpflichtet sind, überlegen es sich deshalb zweimal, ob sich die viele Arbeit für einen Jahresbericht lohnt. „Keine Zeit“, „liest sowieso keiner“, „viel zu lang“ – sind beliebte Ausflüchte, um sich der Herausforderung nicht zu stellen.

Falsch, so muss es nicht sein. Im besten Fall erreicht der Jahresbericht genau das Gegenteil. Er fesselt seine Leser, macht neugierig und transportiert die Botschaft, die der Berichtende vermitteln will. Gut gemachte Jahresberichte verknüpfen Informations- und Imagefunktionen miteinander. Dabei hat er keinen Anspruch auf akribische Darstellung aller Aktivitäten. Es geht darum, Schwerpunkte zu setzen, Kernbotschaften zu vermitteln und einen Ausblick zu geben. So zeichnet beispielsweise der von MediaCompany verfasste Jahresbericht 2013 der Diakonie Katastrophenhilfe ein umfassendes Bild des breiten Tätigkeitsfeldes und der Finanzflüsse der Organisation, ohne alle 93 Hilfsprojekt des Jahres 2013 im Einzelnen zu beschreiben. Ob man webgestützt, gedruckt oder sowohl als auch berichtet, hängt vom Budget und von den Zielgruppen ab. Die meisten unserer Kunden entscheiden sich für eine Mischversion, die sowohl gedruckt als auch als barrierefreies PDF-Dokument über die eigene Website erhältlich ist. Als besonders aufmerksamkeitsstarke Variante können PDF-Dateien auch animiert erstellt werden.

Das A und O eines jeden Jahresberichts ist das passende Design als Imageträger des Berichtenden. So räumte z.B. der Jahresbericht 2011 des österreichischen Solarenergie-Verbandes insgesamt über 25 internationale Designpreise ab und schaffte es damit zur weltweit erfolgreichsten Kreativleistung 2012. Der Clou: Der Inhalt des Berichts wird erst bei Sonnenlicht sichtbar.

Nicht jeder Jahresbericht erklimmt so hohe Stufen der Erfolgsleiter und nicht jeder Berichtende hat die nötigen finanziellen Mittel für spezielle Drucktechniken und -farben. Das ist auch nicht unbedingt nötig. Das Beispiel verdeutlicht lediglich wie wichtig es ist, über das Design eine Einheit zwischen Inhalt und Corporate Identity des Berichtenden zu schaffen. Keine leichte Aufgabe – und für uns bei MediaCompany doch eine Selbstverständlichkeit. So sorgen wir dafür, dass Ihre Botschaften bei Ihren Zielgruppen richtig ankommen.

Ein Beispiel: Für den Jahresbericht 2013/14 des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) entwickelten wir eigens Collagen, bestehend aus Fotomotiven und illustrativen Elementen. Key Visual ist eine Hand in Aktion, die den vzbv als handelnden Akteur symbolisiert. Die Collagen bilden darüber hinaus die Kernthemen des vzbv ab und gliedern den Bericht gleichzeitig.

Auch der Tätigkeitsbericht des Beschaffungsamts des Bundesinnenministeriums zeigt, wie eine eher trocken anmutende Materie durch ein frisches Layout, anschauliche Grafiken und fesselnden Texte zur interessanten Lektüre wird. Im Innenteil können zwei Elemente unabhängig voneinander umgeblättert werden: Im oberen Teil geht es um die Inhalte, darunter bildet eine Jahreschronik wichtige Ereignisse des Hauses ab. Hingucker ist eine an Verpackungsmaterial erinnernde Optik bei Umschlag und unterem Innenteil.

Wir bereiten komplexe Themen verständlich auf – und bringen sie weit nach oben auf die mediale Agenda. Der „WeltRisikoBericht“ etwa, den MediaCompany seit 2011 jährlich für das „Bündnis Entwicklung Hilft“ konzipiert, redigiert und gestaltet, schlägt mit jeder Ausgabe hohe Wellen. Schon im Prämierenjahr machte unter anderem SPIEGEL ONLINE den im Bericht präsentierten WeltRisikoIndex zum Aufmacher und auch DIE ZEIT räumte eine Doppelseite frei.

Ohne Input und Mitarbeit Ihrerseits geht es natürlich nicht: Das „Was“ gehen wir gemeinsam an, das „Gewusst wie“ überlassen Sie getrost uns bei MediaCompany. Und zwar alle Jahre wieder…


Die Autorin: Stephanie Müller ist Geschäftsführerin der MediaCompany. Zu ihren Aufgaben gehören Strategieentwicklung, Beratung, Konzeption und Durchführung von Evaluierungsprozessen.